BEGIN:VCALENDAR
VERSION:2.0
PRODID:https://github.com/derhansen/sf_event_mgt
METHOD:PUBLISH
BEGIN:VEVENT
UID:4329-6578@testing-ai.gi.de
CLASS: PUBLIC
SUMMARY:Der Begriff der Diskriminierung im Kontext von KI-Anwendungen
DESCRIPTION:„Diskriminierung“ ist ein Wort mit signifikanter normativer Kra
 ft. Es wird in der Alltagssprache verwendet, zudem wird Diskriminierung dur
 ch verschiedene nationale und internationale Rechtsnormen sanktioniert. Die
  für seine Anwendung erforderliche genauere Klärung des Begriffs und seiner
  Relevanz im Kontext der Diskussion von ethischen Kriterien für die Anwendu
 ng von KI-Systemen stellt uns jedoch vor einige theoretische Herausforderun
 gen.\n\nIm ersten Teil des Vortrags gebe ich einen Überblick über vorgeschl
 agene Kriterien, anhand derer sich Fälle von Diskriminierung von anderen Fo
 rmen ethisch problematischen und unproblematischen Ungleichbehandelns von P
 ersonen oder Personengruppen unterscheiden lassen und mache Hellmans (2008,
  2018) Kriterium stark, demzufolge das, was Diskriminierung im Kern ausmach
 t, die soziale Bedeutung entsprechender Handlungen ist, die auf eine bestim
 mte Weise eine Abwertung („demeaning“) der Betroffenen zum Ausdruck bringen
 . Ich erläutere, wie genau das zu verstehen ist und inwiefern dieses Kriter
 ium anderen überlegen ist, die auf den resultieren Nachteil für die Betroff
 enen (Lippert-Rasmussen 2006, 2014), die Irrelevanz der zur Ungleichbehandl
 ung herangezogenen Eigenschaft (Halldenius 2018), den Mangel an Respekt (Ei
 delson 2015), den Einfluss der Betroffenen auf die herangezogene Eigenschaf
 t oder die intentionalen Zustände der Handelnden als wesentlich für Diskrim
 inierung abheben, zeige aber auch die Schwachstellen bzw. Grenzen von Hellm
 ans Konzeption auf.\n\nIm zweiten Teil des Vortrags untersuche ich, inwiewe
 it diese Kriterien auch auf die sogenannte indirekte Diskriminierung durch 
 algorithmische „Entscheidungen“ oder Entscheidungshilfen anwendbar sind. Gi
 bt es eine Gemeinsamkeit, die Diskriminierung wesentlich ausmacht, oder ben
 ötigen wir hier andere Kriterien? Handelt es sich bei den relevanten Phänom
 enen tatsächlich um Instanzen von Diskriminierung? Zu diesen Fragen nehme i
 ch Stellung, indem ich einerseits Gemeinsamkeiten aufzeige, die eine Rückbi
 ndung von indirekter Diskriminierung an die Kriterien für direkte Diskrimin
 ierung erlauben, andererseits aber auch begründe, warum wir bestimmte Arten
  von unfairen Outputs nicht unter den Begriff der Diskriminierung fassen so
 llten.\n\nhttps://www.uni-goettingen.de/de/veranstaltungen/70423.html
DTSTAMP:20210707T162422Z
DTSTART:20210714T160000Z
DTEND:20210714T170000Z
END:VEVENT
END:VCALENDAR
